Team Sebastian Stoldt
Praxis für traditionelle chinesische Medizin
Best massage in town.
01.11.2006

Editorial der „healthy living” (November 2006)


Berühren hat in unserer Sprache nicht umsonst zwei Bedeutungen


Liebe Leserin, lieber Leser,

berühren hat in unserer Sprache nicht umsonst zwei Bedeutungen: Einerseits anfassen, im Sinne von „seine Hand hat mein Gesicht berührt”, andererseits unter die Hautgehen, wenn wir sagen, ein Verdi-Chor habe uns „tief berührt”.

Massagen verschaffen uns, wenn sie gut sind, bei­des, angenehmen Hautkontakt und Tiefenwirkung. Sie rücken Muskeln und Organen zu Leibe. Ja, sie berühren unsere Seele. Und sie stellen dabei Medi­kamente mit einem Handstreich in den Schatten.
Neulich erlebte ich zum ersten Mal eine Ayurveda-Massage. Nicht die Stirnguss-Kuschel-Variante, sondern eine dreieinhalbstündige Abreibung nach in­dischen Original-Rezepten. Die Nacht verrann in nervösem Halbschlaf. Mein Kör­per fieberte, als fließe pures Koffein durch feinste Äderchen unter der Haut. Gar nicht mal unangenehm! Aber dann, am nächsten Tag, erfüllte mich eine Frische und Lebendigkeit wie nach einer Woche Urlaub plus Psychotherapie und einer Anstaltspackung Glückshormone.

Eine lange Vorrede, nur um Ihnen unseren Massage-Report ab Seite 118 ans Herz zu legen: Folgen Sie unserer Autorin Dr. Anne Klien auf eine Reise um die Welt zu sechs besonders exotischen Berührungsritualen. Und wo wir gerade von Themen reden, die uns zu Herzen gehen, will ich Ihnen zwei weitere anrührende Geschichten empfehlen: Mozart statt Medizin ? wie Musik uns heilt und gesund hält (Seite 108). Außerdem: Alt und Jung unter einem Dach ? wie man in Mehrgenerationenhäusern liebevoll zusammenlebt (Seite 128).


Quelle: Walter Dreher, Chefredakteur der „healthy living”, November 2006

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